Auf dem Sambesi am Abend

In meiner Erinnerung sitze ich mit einem Glas Gin Tonic auf einem Boot, im Wasser schnaufen die Flusspferde, sonst hört man kaum einen Laut und ich bin glücklich. Das war vor ca. 25 Jahren, als ich mit meinen Eltern eine Sunset-Cruise auf dem Sambesi machte. 2018 habe ich ein Glas in Tonic in der Hand (später auch einen Weißwein und Cuba Libre schmeckt auch…), im Wasser schnauft ein Flusspferd, das sich unter einem Busch versteckt, ich bin glücklich und um mich herum ist ein Höllen-Lärm. 18 Touristen auf einem Boot, denen man All inclusive-Alkohol gibt, geraten schnell in Klassenfahrt-Stimmung und –Lautstärke. Es ist herrlich!

Mit uns an Bord ist ein Hamburger Ehepaar, das über Brandenburg schwadroniert und das ich am liebsten an die Krokodile verfüttern würde – dann bekämen wir die wenigstens auch noch zu Gesicht. So geben wir uns zufrieden mit einem schamhaften Hippo, das Nase und Augen sehen lässt, wenn die Kamera genau hinschaut. Und schließlich mit den lang ersehnten Elefanten. Erst ist es wieder nur ein Schatten unter einem Baum (die stehen bis zur Krone im Wasser), dann sind es immer mehr und wir bekommen einen guten Blick auf die futternden Riesen.

Um uns abzulenken, geht die Sonne in einem rot-gelb-Spektakel unter, eine Palme direkt vor dem roten Ball. Angeblich ist dies die einzige Stelle am Sambesi, wo die Sonne hinter Landschaft untergeht. Uns ist es recht.

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