Zebra Crossing

Wir geben nicht auf, unsere Big Five doch noch zusammen zu kriegen. Früh um 6.00 Uhr werden wir in zwei offenen Geländewagen abgeholt und versuchen im Stanley & Livingstone Private Game Reserve erneut unser Glück. Hier gibt es immerhin ein Löwenrudel, drei Leoparden, 40 Elefanten und große Büffelherden. Und 12 Nashörner, die sich auch tatsächlich aufspüren lassen.

Kaum sind wir im Park, sind wir von Büffeln umgeben. Sie werden von weißen Kuhreihern begleitet, die sich freuen über die aufgeschreckten Insekten. Außerdem hocken ein paar Madenpicker auf ihnen herum, die sich um die Flöhe kümmern. So leben sie friedlich beieinander. Ein paar Männchen machen einen auf dicke Hose… äh … dicke Hörner und versuchen, den stärkeren zu ermitteln. Die meisten aber stehen nur herum, kauen auf Gras herum und glotzen uns an. Wobei sie uns nicht mal richtig sehen können, weil sie so schlechte Augen haben. Vielleicht gut so.

Etwas mühsamer wird die Suche nach per Funk gemeldeten Nashörnern, denn auch hier hat es in diesem Jahr kräftig geregnet und alle Büsche stehen in vollem Saft. Von den Nashörnern lange nicht zu sehen, aber dann können wir doch noch einen mächtigen grauen Rücken erkennen. Und netterweise dreht es sich irgendwann auch so, dass wir sein hübsches Horn sehen.

Außerdem laufen bzw. fliegen uns mal wieder ein paar hübsche Vögel vor die Linse, die ich mit Begeisterung zur Kenntnis nehme, bei meinen Mitreisenden aber auf ein herzlich ausgeprägtes Desinteresse stoßen. Außerdem springen noch ein paar Impalas vor uns herum, ziehen Warzenschweine neben uns durchs Gebüsch und springt immer mal ein Pavian vom Baum. Obwohl wir die Elefanten-Straße am Fluß entlang nehmen, sehen wir keine. Aber wie sage ich immer: Trauere nicht um das, was du nicht hast, sondern freue dich an dem, was du hast.

Schließlich lassen wir uns bei ein paar Zebras noch etwas Zeit, die sich immer wieder neu gruppieren. Einige scheinen L.m.a.A. nachzustellen, andere scheinen sich anzugrinsen oder zu unterhalten und dann legt auch noch ein kleineres Zebra seinen Kopf auf den Rücken eines größeren und schaut mich direkt an. Ich bin schockverliebt und frage mich, wie ich das nach Hause bekomme und was Alfred und Theo wohl sagen würden, wenn sie sich mein Bett nicht nur mit mir, sondern auch noch mit einem Zebra teilen müssten. Also stimme ich zu, dass wir weiterfahren. Das Zebra bleibt wo es ist und das Foto kommt ins Schlafzimmer. An der Wand ist auch mehr Platz als im Bett.

 

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